Trust people’s actions, not their words. Don’t love anyone who isn’t ready to love you back. Let go of the people who don’t hold on to you. Don’t wait on anyone who’s in no rush to get to you.
Zufällig entdeckt und eigentlich nur für Zwischendurch – doch mit ein paar Schwächen, hat mir das Buch von Emily Henry wirklich gefallen.
In Funny Story geht es um Daphne und Miles, die von ihren Partnern betrogen werden, was dazu führt, dass Daphne aus ihrem Haus geworfen wird und zu Miles ziehen muss. Die beiden erhalten eine Einladung ihrer Ex-Partner zu deren Hochzeit, sodass die beiden sich dazu entschließen eine Fake-Beziehung vorzuspielen, um Peter und Petra eifersüchtig zu machen.
Anfangs konnte ich Daphnes Handlungen nicht ganz nachvollziehen, weil mich Peters und Petras Entscheidungen so sauer machten. Daphne verfiel so in Selbstmitleid, dass ich sie am liebsten geschüttelt hätte. Auch Miles verfiel so in Selbstmitleid, was mich aber insbesondere bei der Szene, als er Stundenlang „All by myself“ von dem Film „Schokolade zum Frühstück“ hörte, ziemlich zum Lachen brachte.
Daphne und Miles Geschichte hatte seine Höhen und Tiefen. Daphne, die mit ihrer zynischen und an sich zweifelnden Art, immer mehr aus sich herauskommt und das Leben durch Miles mehr und mehr kennenlernt und genießt. Miles, der durch seine Vergangenheit immer nett und zuvorkommend sein will, schlechte Eigenschaften einfach übersieht und durch Daphne sich endlich öffnet und er selbst sein kann. Die Entwicklung war einfach so schön mitzuverfolgen und ich musste bei so vielen Szenen einfach laut lachen! Trotzdem war mir Daphne manchmal einfach zu sehr selbstzweifelnd und ich hätte gern mehr von Miles früherer Geschichte erfahren wollen, weshalb es nur 4 Sterne für mich geworden sind.
Die Freundschaft zwischen Ashleigh und Daphne war so bodenständig und ehrlich – ich hab’s so gefühlt. Die Fehler die von beiden Seiten gemacht worden sind, waren so nachvollziehbar und echt. Insbesondere die Geburtstagsszene hätte jedem passieren können und ließ mich innerlich so zusammenzucken. Wie soll man sich da entschuldigen? Durch Ashleigh lernte Daphne, dass man in einer Freundschaft ehrlich sein darf, sich nicht verstellen muss und einfach man selbst sein soll. So eine schöne Botschaft!
Der Schreibstil von Emily Henry ist so gefühlvoll und man kann sich unfassbar gut in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen. Jede Entscheidungen waren so nachvollziehbar und einfach nur menschlich. Man sieht wie jeder Charakter Probleme anders löst, was dich jedoch sehr mitfühlen lässt, weil du das irgendwie auch sein könntest.
Das Buch wurde meiner Meinung nach immer besser und hat sein volles Potenzial so richtig erst am Schluss ausgeschöpft. Insbesondere die letze Szene hat das Buch so abgerundet und mich lächelnd zurückgelassen lassen.