Die Beschenkte von Kristin Cashore

Geschichten, in denen Könige und Königinnen über Ländereien herrschen, gefallen mir an sich schon immer sehr gut. Das hier auch noch Fantasie in Form von den „Beschenkten“, die besondere Gaben haben (können auch ganz normale Dinge sein wie z. B. hervorragend zu schwimmen), vorkommt, macht das Buch nochmals schöner.

Katsa empfindet ihre besonderes Talent jedoch nicht als Geschenk, sondern eher als Belastung. Überall im Königreich eilt ihr Ruf ihr schon voraus und jeder versucht so gut wie möglich sie zu meiden. Ein paar wenige gibt es aber, die sie gut genug kennen, um zu wissen, dass sie niemals mit Absicht jemanden töten wollen würde.

Als Leser begleitet man Bo und Katsa auf ihrer Reise durch die sieben Königreiche, in dessen Verlauf sie mit einigen Hindernissen konfrontiert werden. Natürlich kommt die Liebe dabei nicht zu kurz! Cashore hat hier ein Liebespaar erschaffen, von dem man immer mehr lesen möchte. Allein das Kennenlernen der beiden ging nicht zu schnell und durch Katsas Misstrauen gegenüber Bo wird es ziemlich interessant. Von Anfang an ist es nicht so offensichtlich wie zum Beispiel in anderen Büchern, dass die beiden wirklich zusammenkommen.

Katsa ist eine junge und starke Frau, die von niemandem abhängig sein möchte. Ungewöhnlicherweise für diese Zeit möchte sie niemals ein Kind, geschweige denn heiraten.  Sie braucht und möchte ihre Freiheit! Schnell merkt man, dass hinter ihrer knallharten Fassade eigentlich ein weicher Kern steckt und auch sehr darunter leidet, von jedem gefürchtet zu werden.

Bo, ein Prinz von Lienid, verzaubert einen sofort mit seiner herzlichen, offenen und selbstlosen Art. Nicht nur den Leser, sondern auch Katsa, die eigentlich gegen Heirat und alles was dazugehört ist. Obwohl sie absolut von seiner Gabe abgeneigt ist, schafft er es durch seine Ehrlichkeit ihr Vertrauen und ihre Liebe zu gewinnen.

Die Autorin packt viel Handlung in die 512 Seiten, doch als Leser hat man nie das Gefühl irgendetwas nicht zu verstehen. An so ziemlich keiner Stelle ging die Spannung verloren, sondern man fieberte regelrecht immer mit den beiden mit! Schade finde ich nur, dass es keinen weiteren Teil mit Bo und Katsa gibt. In den nächsten Büchern wechseln die Hauptpersonen; die Welt bleibt jedoch die Gleiche.

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