Infernale – Rhapsodie in Schwarz (Teil 2) von Sophie Jordan

Klappentext: Seit Davy positiv auf das Mördergen (HTS) getestet wurde, hat sie alles verloren: ihre Familie, ihre Freunde, ihre Zukunft – und was am schlimmsten ist, sich selbst. Denn obwohl sie verzweifelt dagegen angekämpft hat, ist sie doch zu dem geworden, was sie nie sein wollte: eine Mörderin.
Eine Widerstandsgruppe und ihr Anführer Caden geben ihr ein neues Ziel. Und Caden weckt Gefühle in ihr, zu denen sie glaubte, nie mehr fähig zu sein. Aber die Schuldgefühle lassen Davy einfach nicht los …

Den ersten Teil habe ich hier auf meinem Blog schon rezensiert. Ich war wirklich begeistert von dem Hörbuch und habe es ziemlich schnell durchgehört gehabt. Die Geschichte war unglaublich vielversprechend und der Schreibstil von Sophie Jordan hatte mir gut gefallen. Es war einfach flüssig.

Auch dieses Mal war es nicht schwer dem Buch folgen zu können. Der zweite Teil knüpft direkt an den Ersten an, weshalb es nicht schwer gleich hineinzufinden. Jedoch hat der zweite Teil nicht wirklich viel mit dem Ersten zu tun. Hier geht es um eine ganz andere Geschichte.

Wer sich auf ein Abenteuer zwischen Sean, Davy und ihren anderen zwei Freunden gefreut hatte, ist hier leider falsch. Als die Vier anfangs versuchten nach Mexiko zu fliehen, um dort der Verfolgung der Träger entkommen zu können, wurden sie ungewollt getrennt.

Ich hatte durchgehend beim Lesen das Gefühl, dass die Tiefe fehlt und alles nur kurz „angekratzt“ wird.

Mich hatte von Anfang an gestört, dass Davy in ein Selbstmitleid gefallen ist und für alles ihre Träger-Eigenschaft verantwortlich machte. Situationen die vielleicht einiges hergeben und ausgebaut werden hätten können, wurden leider nur kurz angeschnitten, sodass kaum Spannung entstand.

Im Generellen hat mich Davy‘s Entwicklung etwas enttäuscht und sogar genervt. Besonders das Ende war ziemlich abrupt und ergab kaum Sinn. Die Freundschaften und die Liebe zu Sean, die sie zuvor so schön im Teil 1 aufgebaut hatte, waren ihr auf einmal vollkommen egal und sie nahm diese immer nur als Vorwand für ihr Handeln. Sie hatte keinerlei Vertrauen mehr in ihre Mitmenschen und behandelte diese dementsprechend.

Die neue Liebesgeschichte hat mir nicht wirklich gefallen, weil ich einfach noch zu sehr auf Sean und Davy war. Ich fand es einfach so unrealistisch, dass sie von Buch 1 auf Buch 2 so ihre Meinung ändert. Auch wie Caden teilweise handelte war für mich nicht schlüssig. Ich war ihm gegenüber unglaublich skeptisch. Der Abspann war auch so unglaubwürdig, dass ich ab dem Zeitpunkt eigentlich kaum mehr weiterlesen wollte. Aber da war das Buch ja schon zu Ende.

Leider hat mir das Buch nicht sehr gefallen, was mich wirklich enttäuscht. Ich war wirklich gespannt, wie es weitergehen würde!

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