Clockwork Angel (Teil 1) – Cassandra Clare

‚Bei Büchern empfiehlt es sich immer, vorsichtig zu sein‘, konterte Tessa, ‚denn Worte haben die Macht, uns zu verändern.‘

Tessa, Clockwork Angel

Dieses Buch wollte ich schon immer lesen. Ich liebe die Chroniken der Schattenjäger und deshalb blieb mir eigentlich nichts anderes übrig als diese Reihe auch zu lesen. Ein bisschen skeptisch war ich jedenfalls schon. Würde mir diese Reihe auch gefallen? Die Meinung darüber teilt sich ja. Freunde von mir meinten, es wäre ziemlich langweilig und andere wiederum sagen, dass diese Reihe einfach ein Muss für jeden Schattenweltlerfan sei! Also bildete ich mir meine eigene Meinung und fing nach langem Aufschieben endlich damit an. Ich bin relativ froh, etwas länger gewartet zu haben, denn umso schöner war es, wieder etwas von der Schattenwelt zu lesen.

Die ersten paar Minuten waren super spannend und fesselnd. Ich war oder bin mal wieder so geflasht, wie viel Fantasie Cassandra Clare hier an den Tag legt. Nachdem ich alle Bücher von die Chroniken der Unterwelt gelesen hatte, dachte ich eigentlich, ich wüsste über die Welt der Schattenjäger relativ gut bescheid. Nichts da! Hier lernt man einfach noch mal so viel Neues dazu, das ist einfach der Wahnsinn. Auch die Idee mit den „Clockwork Kreaturen“ hat neuen Wind in die ganze Geschichte gebracht.

Tessa fand ich von der ersten Sekunde an einfach nur sympathisch. Sie liest relativ viel und ist eine absolut gutgläubige Person. Manchmal vielleicht auch zu sehr gutgläubig. Aber das finde ich überhaupt nicht negativ an ihr. Es lässt sie eigentlich nur noch liebevoller erscheinen. Ich konnte einfach von Anfang an ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Besonders ihre Loyalität und Liebe gegenüber ihrem Bruder, der ihr letztes noch lebendes Familienmitglied ist. Tessa wird einfach ohne Vorwarnung mit einer vollkommen neuen Welt konfrontiert und muss gleichzeitig erfahren, dass sie gar kein Mensch ist. Von einer Gefahr zur anderen muss sie all das verarbeiten.

Will hat mich 100% an Jace von den Chroniken der Unterwelt erinnert. In seinem Verhalten und Auftreten, einfach in allem. Einerseits unhöflich, arrogant und immer einen blöden Spruch auf Lager und andererseits der absolut größte Charmeur und „Frauenverführer“. Tessa und selbst der Leser weiß niemals, wie Will reagiert oder generell tickt. Immer öfters öffnet er sich, doch das hält nicht lange an und er verschließt sich und verletzt andere mit seinen Worten. Selbst bis zum Schluss bleibt dieses Verhalten ein großes Rätsel. Tessa ist sich jedoch ziemlich sicher, dass dies alles nur eine Fassade ist, hinter der Will sich verstecken zu versucht.

Jem hingegen ist das komplette Gegenteil von Will. Immer hilfsbereit, liebe- und verständnisvoll. Doch irgendetwas scheint nicht mit ihm zu stimmen. Im Laufe des Buches erfährt man auch auch warum. Sein Parabatei Will unterstützt ihn jedoch vollkommen. Als Tessa unterschlupf im Londoner Institut gewährt bekommt, freunden sich ebenfalls er und sie relativ schnell an.

Auch mit Clockwork Angel ist es Cassandra Clare mal wieder gelungen, mich zu begeistern. Mal wieder hat sie es mit diesem Buch geschafft mich zu überraschen, fesseln und regelrecht zu zwingen weiter das Hörbuch zu hören. Ich weiß nicht, wie das Buch wäre, wenn ich es gelesen hätte aber ich kann die Vorleserin einfach nur loben, denn sie hat es wirklich toll gemacht. Oft lag ich, wenn es schönes Wetter gab, am See und habe es einfach nur genossen, ihr zuzuhören. Wirklich schade finde ich es, dass die nächsten Teile nicht als Hörbücher gibt. Selbst diesen Teil gibt es nicht mehr als Hörbuch. Weiß jemand warum? Da hatte ich ja noch mal Glück!

Titelbild von Thalia

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